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Heilsame Unruhe

mag uns befallen, wenn wir in unse- rem Inneren spüren, dass wir nicht übereinstimmen mit dem, was in der Politik, im Wirtschaften, im sozialen Miteinander und in der Beziehung zur nicht‑menschlichen Welt auch in unserem Namen geschieht.

Die Erde ist im Wandel

Welche Richtung dieser Wandel nimmt, beeinflussen wir. An uns Menschen liegt es, ob es ein Wandel hin zu einer langfristig lebenserhaltenden Welt wird, der ›große Wandel‹ wie Joanna Macy ihn nennt. Oder ob wir es geschehen lassen, dass der Klima-Wandel fortschreitet, dass Wirtschafts‑Globalisierung und ein ›Kampf gegen die Achse des Bösen‹ mit all ihren Folgen die Welt ruinieren.

»Die Grenze zwischen Gut und Böse geht durch das Herz jedes Menschen«

Dies ist ein Satz aus einer alten tibetischen Geschichte, die Joanna Macy gern in ihrer Arbeit erzählt. Er drückt aus, dass die Zeit der äußeren Feindbilder passé ist. Es macht keinen Sinn die Welt in Gute und Böse zu teilen und das Böse zu bekämpfen, wenn wir einsehen, dass Alles mit Allem verbunden ist im Netz des Lebens.

Spiritualität und politisches Handeln

sind keine Gegensätze, sie stehen vielmehr in einer wechselseitigen Beziehung und bedingen einander. Das Annehmen der eigenen inneren Impulse und Gefühle motiviert unser Handeln und kann vor Burn-Out schützen. Aus diesem Bewusstsein erwächst ein »Handeln aus dem Herzen«.